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Errichtung und Entwicklung des Wiener Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie (1965-2002)

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Die vorliegende Arbeit untersucht die Voraussetzungen der Gründung sowie die Entwicklung des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien mit besonderem Schwerpunkt auf die Zeit von den 1960er- bis in die 1990er-Jahre. Ziel ist es, die inhaltliche, personelle und didaktische Ausgestaltung des Faches im Kontext kirchlicher und gesellschaftlicher Veränderungen nachzuzeichnen. Auf Grundlage von Archivmaterialien, Vorlesungsverzeichnissen und Personalakten werden die beiden prägenden Professoren Johannes H. Emminghaus und Hansjörg Auf der Maur sowie deren wissenschaftliches und institutionelles Wirken analysiert. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Entwicklung des Lehrangebots, das sich von einer stärker grundlagenorientierten Vermittlung hin zu einer zunehmenden fachlichen Differenzierung und Spezialisierung wandelte. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie in Wien in diesem Zeitraum sowohl kontinuierlich als auch dynamisch entwickelte und dabei verstärkt interdisziplinäre sowie praxisorientierte Ansätze integrierte. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur Fachgeschichte der Disziplin und zur institutionellen Entwicklung universitärer Lehre im deutschsprachigen Raum.

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