Liquid Biopsy als innovatives Tool für die Detektion der Schwere einer traumatischen Milzverletzung
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Einführung: Die Milz gehört zu dem am häufigsten verletzten parenchymatösen Organ im Rahmen von Polytrauma. Kürzlich haben wir nachgewiesen, dass eine spezifische Untergruppe kleiner extrazellulärer Vesikel (sEVs) einen neuen diagnostischen Ansatz in der Beurteilung des Schweregrades eines Milztraumas mit potenziellem klinischem Nutzen darstellen könnte. Methoden: Insgesamt wurden 45 Patienten mit ISS>15 erfasst, davon wiesen 17 eine Milzverletzung auf. 28 Patienten mit überwiegend muskulo-skelletalen Traumata dienten als Negativkontrolle. Blutserum wurde 24h nach Trauma entnommen und die von Monozyten stammenden sEVs mit Immobilisierung von CD9 auf einem Mikrochip und positiver Expression von CD14 analysiert. Der Schweregrad der Milzverletzung wurde anhand AAST und der World Society of Emergency Surgery (WSES) klassifiziert. Ergebnisse: Der mittlere ISS bei den Patienten mit einer Milzverletzung (n=17) betrug 39±12.9. 41.2% (n=7) hatten Grad I nach AAST/WSES, Grad II und III lag bei 29.4% (n=5), Grad IV bei 23.5% (n=4) und Grad V bei 5.9% (n=1). Freie intraabdominale Flüssigkeit wurde in 35% mittels eFAST festgestellt. In allen Fällen wurde eine CT-Traumaspirale durchgeführt. Bei hämodynamisch stabilen Patienten (76.5% (n=13)) war das nichtoperative Management (NOM) die Therapie der Wahl. Bei refraktär hämodynamisch instabilen Patienten (23.5% (n=4)) war eine sofortige Laparotomie und eine Splenektomie erforderlich. Bei einem Patienten kam es zu einer zweizeitigen Milzruptur. Die von Monozyten stammenden sEVs mit einer doppelten Positivität für CD9 und CD14 wiesen eine Korrelation in Abhängigkeit von dem Schweregrad der Milzverletzung (rSp=0,82 (p<0,001)) auf, die von AAST-Grad 0 bis zu komplexen Milzverletzungen (AAST III-V) reichte und insbesondere in Fällen auftrat, in denen eine Splenektomie aufgrund hämodynamischer Instabilität erforderlich war. Die berechnete Sensitivität und Spezifität für CD9+CD14+ sEVs zur Unterscheidung von einfachen und komplexen Milzverletzungen lag in unserer Pilotstudie bei 85.71% und 100%. Die Negativkontrolle (polytraumatisierte Patienten mit überwiegend Verletzung im muskulö-skelletalen Bereich) hatten die geringste Anzahl von CD9+CD14+ sEVs pro ml Serum. Fazit: Die ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass aus Monozyten gewonnene sEVs in der Lage sein könnten, zwischen den Schweregraden von Milzverletzungen (AAST I-V) und isolierten Knochenfrakturen (AAST 0) bei Polytraumapatienten zu unterscheiden. Publication History Article published online: 26 September 2024 © 2024. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Liquid Biopsy als innovatives Tool für die Detektion der Schwere einer traumatischen Milzverletzung
- Date Crossref
- 01/09/2024
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- journal-article
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Où se fait cette recherche
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Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz pays non établi dans la noticeÉtablissement de santé
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University Hospital of the Rheinische Friedrich-Wilhelms-University pays non établi dans la noticeUniversité ou école supérieure
Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz et University Hospital of the Rheinische Friedrich-Wilhelms-University.
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