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2024 conference-paper

Ultraschnelle Trio-Genomsequenzierung: klinischer Nutzen am Beispiel von zwei Neugeborenen mit alveolärer kapillärer Dysplasie

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Le résumé fourni par la source

Hintergrund Eine ultra-schnelle Genomsequenzierung (urWGS, Ergebnis vorliegend ≤ 3 Tagen) bei kritisch kranken Kindern, führt bei ca. 50% der untersuchten Kinder zur Diagnose einer genetisch bedingten Erkrankung (Baby Lion-Studie, DRKS00025163). Die Implementierung der urWGS in die Routine bleibt jedoch eine Herausforderung, unter anderem da eine Refinanzierung in Deutschland zurzeit nicht gegeben ist. Methoden Am Beispiel von zwei Neugeborenen mit V.a. alveoläre kapilläre Dysplasie mit Misalignment der Pulmonalvenen (ACDMPV) wird hier der klinische Nutzen der urWGS im Vergleich zur schnellen Genomsequenzierung (rWGS, Ergebnis vorliegend ≤ 14 Tagen) aufgezeigt. Ergebnisse Zwei reife Neugeborene (P1 und P2) präsentierten sich unmittelbar postnatal mit respiratorischem Versagen und schwerster pulmonaler Hypertonie (PH). Aufgrund eines Rechtsherzversagens war bei P1 und bei P2 eine Implantation einer extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO) erforderlich (am 1. bzw. 2. Lebenstag (LT)). Bei P1 erfolgte am 4. LT der Einschluss in die Baby Lion-Studie zur urWGS. Diese bestätigte eine ACDMPV am 7. LT durch eine pathogene Variante im FOXF1 -Gen. Eine Lungentransplantation (LTx) wurde nach interdisziplinärer Diskussion als Therapieoption aufgrund von relevanten klinischen Kontraindikationen ausgeschlossen. Die Explantation der ECMO erfolgte am 9. LT woraufhin P1 an LT 15 verstarb. Auch bei P2 wies die klinische Konstellation auf eine hereditäre diffuse Lungenerkrankung hin und eine rWGS wurde an LT 7 veranlasst. Da das genetische Ergebnis erst nach 14 Tagen erwartet wurde, wurde an LT 11 eine offene Lungenbiopsie an der ECMO durchgeführt. Die Histologie bestätigte eine ACDMPV an LT 15. Eine LTx als Therapieoption wurde aus den gleichen Gründen wie bei P1 ausgeschlossen. Im Konsens mit den Eltern erfolgte eine Therapiezieländerung und P2 verstarb am selben Tag. Die rWGS lag 11 Tage nach Versterben vor und ergab eine pathogene Variante im FOXF1 -Gen. Schlussfolgerung Eine frühzeitige Diagnosesicherung bei Kindern mit V.a. ACDMPV ist notwendig, um weitreichende Therapieentscheidungen evidenzbasiert treffen zu können und Ressourcen einzusparen. Die urWGS liefert in ≤ 3 Tagen ein umfassendes Ergebnis zu fast allen genetischen Differentialdiagnosen. Wie an P2 gezeigt, hatte eine verzögerte genetische Diagnostik einen invasiven und potentiell risikoreichen Eingriff zur Folge. Die Implementation der urWGS in die Routine-Diagnostik bei kritisch kranken Kindern sollte daher unbedingt zeitnah in Deutschland angestrebt werden. Publication History Article published online: 22 February 2024 © 2024. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany

Ce résumé expose les affirmations des auteurs. BNTIC ne l’interprète pas comme une validation indépendante des résultats.

Le contrôle bibliographique ouvert

DOI retrouvé dans Crossref DOI retrouvé ; titre concordant.

Titre Crossref
Ultraschnelle Trio-Genomsequenzierung: klinischer Nutzen am Beispiel von zwei Neugeborenen mit alveolärer kapillärer Dysplasie
Date Crossref
01/02/2024
Éditeur
Georg Thieme Verlag
Type
proceedings-article

Ce recoupement confirme des métadonnées liées au DOI. Il ne confirme ni la méthode ni les conclusions de l’étude, et il ne compte pas comme une seconde source scientifique indépendante.

Où se fait cette recherche

  • Medizinische Hochschule Hannover pays non établi dans la notice
    Université ou école supérieure
  • Klinikum Bremen-Mitte pays non établi dans la notice
    Établissement de santé
  • Institut für Humangenetik Hannover pays non établi dans la notice
    Structure de recherche

Medizinische Hochschule Hannover, Klinikum Bremen-Mitte et Hannover — Institut für Humangenetik.

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