Berufszufriedenheit rund um die Einführung eines von Hebammen initiierten und geleiteten Projekts
Rattachement africain : ch. Niveau de preuve : code pays fourni par la source.
Le résumé fourni par la source
Fragestellung: Die Arbeit in hebammengeleiteten Betreuungsmodellen erhöht die Berufszufriedenheit [1]. Hebammen, die zufrieden sind, bleiben länger im Beruf [2], was dem Fachkräftemangel entgegenwirkt. Ob von Hebammen initiierte und selbständig geleitete Projekte die Berufszufriedenheit erhöhen, wurde bisher nicht erforscht. Ziel dieser Studie war deshalb, die Berufszufriedenheit rund um die Einführung eines Hebammenprojekts, in dem Wöchnerinnen telefonische Nachgespräche mit der Geburtshebamme angeboten werden, zu evaluieren. Methoden: Befragung der Hebammen einer Universitätsklinik zu ihrer Berufszufriedenheit zu drei Zeitpunkten (vor und zwei bzw. sieben Monate nach dem Start des Projekts) mit quantitativen (Online-Fragebögen) und qualitativen (Fokusgruppeninterviews) Forschungsmethoden. Deskriptive Analysen wurden mit Stata 15 durchgeführt und qualitative Daten inhaltsanalytische ausgewertet. Ergebnisse: Die Teilnahmequoten der Online-Umfragen lagen bei 85%, 75% und 67%. Vor der Einführung der Nachgespräche stand gut die Hälfte der Hebammen dem Projekt offen gegenüber („trifft voll und ganz zu“/„trifft zu“ n = 19, 54.3%). Trotzdem fand fast jede zweite Hebamme, dass die Nachgespräche zusätzlichen Stress bedeuteten („trifft voll und ganz zu/trifft zu“, n = 17, 48.6%). Die Fragen der Subskala „Arbeitszufriedenheit“ im Instrument von Turnbull et al. [3], die mit -2 bis +2 Punkte beurteilt werden, erhielten zwischen 0.13 und 1.60 Punkten. Der Durchschnitt veränderte sich von 0.77 vor dem Start des Projekts zu 0.66 und 0.81 Punkten nachher. Die Fragen der Subskala „Kundenbeziehung“ verzeichneten zwischen -0.46 und 0.53 Punkten mit Veränderungen des Durchschnitts von -0.06 vor Projektbeginn zu -0.03 und 0.17 Punkten nachher. In den Fokusgruppeninterviews zeigten sich die Hebammen sehr zufrieden mit ihrer Arbeitssituation. Die telefonischen Nachgespräche verlangte zusätzlichen organisatorischen Aufwand. Die Gespräche boten aber die Gelegenheit eines längeren Kontakts mit den betreuten Frauen. Schlussfolgerungen: Neue Projekte bedeuten möglicherweise in einer ersten Phase eine zusätzliche Belastung, könnten aber die Berufszufriedenheit nach anfänglicher Verschlechterung leicht verbessern. Weitere Forschung ist notwendig, um die Veränderungen der Berufszufriedenheit rund um die Einführung von hebammengeleiteten Versorgungsangeboten abschließend zu beurteilen. Trotzdem könnte das Projekt Modellcharakter bekommen. Literatur: [1] Sandall J. et al. (2016). Midwife-led continuity models versus other models of care for childbearing women. The Cochrane Database of Systematic Reviews , 4 , CD004667. [2] Bloxsome D. et al. (2019). Factors associated with midwives“ job satisfaction and intention to stay in the profession: An integrative review. Journal of Clinical Nursing , 28 (3 – 4). [3] Turnbull D. et al. (1995). Changes in midwives“ attitudes to their professional role following the implementation of the midwifery development unit. Midwifery , 11 (3).
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Berufszufriedenheit rund um die Einführung eines von Hebammen initiierten und geleiteten Projekts
- Date Crossref
- 01/11/2019
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- proceedings-article
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