Ehrlichkeitsgrad und Wahrheitsgrad als Bausteine von Gut und Böse: die Entstehung vom mentalen Gefängnis
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Der Artikel entwickelt ein strukturelles Modell, nach dem Gut und Böse keine Essenzen sind, sondern emergente Zustände eines sozialen Feldes. Als Bausteine dieser Zustände werden zwei Größen bestimmt: der Ehrlichkeitsgrad (innere Dimension: dürfen, können, wollen) und der Wahrheitsgrad (äußere Dimension: geteilter, überprüfbarer Abgleich mit der Wirklichkeit). Aus der 2×2-Konstellationstafel beider Größen werden vier Feldzustände abgeleitet; der Zustand beidseitig erzwungener Absenkung wird als mentales Gefängnis beschrieben. Die Entstehung dieses Gefängnisses wird in vier Phasen rekonstruiert: (1) Sanktionierung der Ehrlichkeit (Absenkung des Dürfens), (2) Verzerrung des Abgleichs (Absenkung des Wahrheitsgrades), (3) Internalisierung über Selbsttäuschung und Dissoziation (Absenkung des Könnens) und (4) Umcodierung des Müssens in scheinbares Wollen (Absenkung des Wollens). Gezeigt wird, dass die Kontrolle über beide Größen die Kontrolle über die Moral des Feldes selbst bedeutet — und dass die Tat dadurch ihre eigene juristische Beweisbarkeit beseitigt. Eine lösungsorientierte Umkehrung in umgekehrter Phasenreihenfolge sowie die Einordnung der neun Module der Modulgruppe Mentale Gefängnisse in das Baustein-Modell schließen den Artikel ab. Der Artikel ist Teil des Cross-Logik-Systems (Modulgruppe Mentale Gefängnisse).
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