Die (Wieder-)Instandsetzung von Sammlungsobjekten aus Sicht der Open Science Compliance
Résumé fourni par la source
Für den Kontext der Wiederinstandsetzung und Wiedernutzbarmachung physischer Sammlungsobjekte schlagen wir eine Open-Science-Compliance-Perspektive vor. Wir argumentieren, dass eine umfassende, transparente, begleitende digitale, multimodale und multimediale Dokumentation als eine Art digitale Erweiterung des Objekts zusätzliche Ebenen der Auseinandersetzung mit diesen Objekten eröffnet. Zugleich wird der Instandsetzungsprozess ebenfalls transparent abbildbar und kann so für ähnliche Schritte mit vergleichbaren Objekten oder zu einer wiederholten Instandsetzung derselben Objekte verwendet werden. Werden Objekt- und Prozessdokumentationen, Beschreibungstexte, multimediale Begleitmaterialien, Nutzungsanleitungen sowie gegebenenfalls digitale 3D-Modelle oder sogar 3D-Druckdaten Open-Science-konform bereitgestellt, wird das objektspezifische Wissen nachhaltig gesichert und zugleich offen für neue Anwendungskontexte nutzbar gemacht. Dies vergrößert die Reichweite und die Nachnutzungsmöglichkeiten solcher Sammlungsobjekte erheblich. Aus Open-Science-Perspektive sind hierfür Fragen der Lizenzierung (Creative Commons), der Vergabe persistenter Identifikatoren (PID), der Auswahl nachhaltiger und standardisierter Formate, der Infrastrukturwahl (Repositorien), der Sicherstellung von Zitierfähigkeit sowie wissenschaftsethische (unter Berücksichtigung der CARE-Prinzipien) und rechtliche Rahmenbedingungen in konkreten Prüfdimensionen zentral. Für den Ansatz greifen wir auf Erfahrungen aus dem Datenkompetenzzentrum WiNoDa (Wissenslabor für naturwissenschaftliche Sammlungen und objektzentrierte Daten) zurück. Das Poster möchte explizit eine domänenübergreifende Verbindung zwischen der Community objekt- und sammlungsbezogener Forschungsdaten, der Open-Science-Community und der physischen Dimension und Nutzung von Sammlungsobjekten herstellen und einen weiterführenden Dialog anregen.