Hingabe und Selbstaufgabe: Ein Verwechslungspaar mit identischer Oberfläche und entgegengesetztem Modalkern
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Working Paper mit Coachingblatt. Hingabe und Selbstaufgabe erzeugen häufig dasselbe beobachtbare Verhalten: Ein Mensch stellt sein eigenes Interesse zurück, gibt, dient, ordnet sich ein. Genau deshalb werden sie verwechselt — nicht nur von Beobachtern, sondern von den Handelnden selbst. Der Artikel zeigt, dass die Unterscheidung nicht am Verhalten möglich ist, sondern nur am Modalkern, am Zustand der Selbstwahrnehmung und an der Frage, ob der Rückweg offen bleibt. Die zentrale These: Hingabe ist Zuwendung bei offenem Rückführungspfad; Selbstaufgabe ist dieselbe Zuwendung bei blockiertem Rückführungspfad. Der Artikel entwickelt acht prüfbare Diskriminatoren (Modalkern, Leitaffekt, Selbstwahrnehmung, Bedürfnisregulation, Erwartungsstruktur, Reversibilität, Grenzen, Rückführungspfad), begründet, warum die Verwechslung strukturell unvermeidlich ist, verortet die Ohnmacht als Gabelung zwischen realer Machtlosigkeit und verbleibender Bresche und formuliert die Voraussetzung, dass Hingabe ein stabiles Ich benötigt. Beiliegend das Coachingblatt "Rückweg prüfen — Wollen freilegen — Grenze sichern“ zur Unterscheidung der beiden Zustände in einer konkreten Situation, mit Ankreuzraster, sechs Prüffragen, Motiv-Leitaffekt-Abgleich, Ohnmachts-Gabelung und Auswertung ohne Punktwert. Artikel und Blatt liegen jeweils als PDF und Markdown bei.
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