Mittel- und Niederwälder in Deutschland
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Mittel- und Niederwälder prägten einst viele Regionen Deutschlands, sind in den letzten beiden Jahrhunderten aber fast vollständig aus dem Landschaftsbild verschwunden. Aktuell, nach einem jahrzehntelangen Nischendasein, wächst das Interesse an diesen traditionellen Bewirtschaftungsformen jedoch wieder. Diese Entwicklung beruht insbesondere auf ihrer kulturhistorischen und naturschutzfachlichen Bedeutung sowie dem Zukunftspotenzial, das ihnen im Kontext des Klimawandels zugeschrieben wird. Wie es aktuell um Mittel- und Niederwälder in Deutschland steht, war bislang allerdings nur unzureichend bekannt. Ein bundesweites Autoren-kollektiv hat deshalb Informationen zur aktuellen Verbreitung, zu Fördermöglichkeiten sowie zu relevanten Initiativen und Projekten zusammengetragen. Bundesweit (Stand Winter 2025/26) wurden so insgesamt 5.357 ha Mittel- und 5.200 ha Niederwälder in neun Bundesländern identifiziert. Traditionelle, durchgehend als Mittel- und Niederwald genutzte Flächen machten dabei einen Anteil von 80,2 % aus, Reaktivierungen und Neuetablierungen 19,8 %. In elf Bundesländern bestehen finanzielle Fördermöglichkeiten, wobei starke länderspezifische Unterschiede existieren. Erhalt und Wiederaufnahme beider Bewirtschaftungsformen können als Ökopunktemaßnahmen angerechnet werden. In drei Regionen erfolgte bereits eine Anerkennung als immaterielles Kulturerbe. Trotz vielfältiger Bemühungen um ihren Erhalt können Mittel- und Niederwälder in Deutschland derzeit jedoch nicht als langfristig gesichert gelten, da verschiedene Herausforderungen bestehen, die es hierfür zu bewältigen gilt.
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Contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Mittel- und Niederwälder in Deutschland
- Date Crossref
- 03/09/2026
- Éditeur
- Verlag Eugen Ulmer
- Type
- journal-article
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