„Mein Körper gehört nicht mir“: Zur Rolle des Körpers in der traumafokussierten Psychotherapie
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Das subjektive Erleben psychischer Prozesse ist immer verkörpert – dennoch wurde der Körper in der Psychotherapie lange vernachlässigt. In der Behandlung komplexer Traumafolgestörungen rückt zunehmend die Bedeutung von Körpererleben, Körpergrenzen und verkörperter Affektregulation in den Fokus. Körpertherapeutische Verfahren können die traumafokussierte Psychotherapie sinnvoll ergänzen, in dem sie Patient:innen dabei unterstützen, ihr leiblich fundiertes Selbst unmittelbar zu erfahren d. h. im lebendigen Tun die eigene Existenz sowie die Ganzheit von Körper und Geist spürbar zu erleben. Zugleich erfordert ihre Anwendung eine kritisch-reflektierte Haltung, da viele Methoden empirisch unzureichend belegt oder theoretisch verkürzt sind. Der Beitrag plädiert für eine wissenschaftlich fundierte Integration körperpsychotherapeutischer Elemente in eine leitliniengerechte, multimodale stationäre traumafokussierte Psychotherapie. In einer achtsamkeits- und mitgefühlsorientierten therapeutischen Haltung können körperbezogene Interventionen helfen, Blockaden wie Ekel, Scham oder Depersonalisation zu lösen. Anhand von Fallvignetten wird gezeigt, wie über achtsame Sinnes- und Bewegungsarbeit ein Zugang zu vermiedenen Emotionen und verkörperter Selbstwirksamkeit entsteht. Körperpsychotherapie wird dabei als praxisnahe Erweiterung innerhalb eines psychotraumatologischen Gesamtkonzepts verstanden – eine Erweiterung, deren Potenzial klinisch genutzt, theoretisch fundiert und wissenschaftlich evaluiert werden sollte.
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- „Mein Körper gehört nicht mir“: Zur Rolle des Körpers in der traumafokussierten Psychotherapie “My body doesn’t belong to me”—On the role of the body in trauma-focused psychotherapy
- Date Crossref
- 20/04/2026
- Éditeur
- Springer Science and Business Media LLC
- Type
- journal-article
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