Wissenschaft und Forschung in Gesundheitsämtern in Baden-Württemberg – Ergebnisse einer Online-Befragung
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Einleitung Der zwischen Bund und Ländern geschlossene Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) hat das Ziel, den ÖGD in Deutschland entsprechend dem Leitbild für einen modernen ÖGD nachhaltig zu stärken. Unter den attraktivitätssteigernden Maßnahmen fordert der Pakt ÖGD u.a. die Stärkung der Verbindung des ÖGD mit der Wissenschaft in Forschung und Aus-, Fort- und Weiterbildung. Auch der Beirat Pakt ÖGD empfiehlt die Vernetzung von Wissenschaft und Praxis durch die Einrichtung von sogenannten Lehr- und Forschungsgesundheitsämtern[1]. Eine Verbesserung der Datengrundlage stärkt die unterschiedlichen Bereiche des ÖGD und ermöglicht die Planung und Umsetzung von evidenzbasierten und qualitätsgesicherten Maßnahmen. In Baden-Württemberg (BW) finden an verschiedenen Gesundheitsämtern bereits Forschungsprojekte in Verbundprojekten oder selbstständig initiiert statt. Bisher gibt es jedoch keine umfangreiche Übersicht über die Strukturen oder den Umfang dieser Forschungsaktivitäten an den Gesundheitsämtern. Die Befragung hat das Ziel, den Status Quo zu Forschung und Wissenschaft in den 38 Gesundheitsämtern in Baden-Württemberg zu erheben und auszuwerten. Methodik Im Rahmen einer Arbeitsgruppe unter Leitung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration BW entwickelten Vertreterinnen und Vertreter aus dem ÖGD BW und den Medizinischen Fakultäten BW gemeinsam einen Fragebogen. Der Fragebogen mit insgesamt 39 Fragen dient der Vernetzung der Gesundheitsämter in BW und der Bestandsaufnahme der Forschungssituation im ÖGD BW auf aggregierter Ebene. Zu diesem Zweck werden Forschungsaktivitäten der letzten fünf Jahre, Forschungsbedarfe, personelle, finanzielle, organisationale Strukturen auf Amts- und Kooperationsebene, Zugänge zu Literatur und Statistiksoftware, Disseminationsprozesse sowie förderliche und hinderliche Faktoren für Forschung im und mit dem ÖGD erhoben. Der Entwurf des Fragebogens wurde durch die Arbeitsgruppe eigenständig erstellt und im Verlauf mit anderen Befragungen in weiteren Bundesländern abgeglichen und ergänzt. Über das Online-Umfragetool LimeSurvey wird die Befragung im Oktober/November 2025 zur Beantwortung an alle Gesundheitsämter in Baden-Württemberg versandt mit der Aufforderung für eine Rückmeldung pro Amt. Die Auswertung ist für Anfang 2026 geplant. Ergebnisse Die Ergebnisse werden statistisch auf aggregierter Ebene ausgewertet und anonymisiert dargestellt. Sie werden zum Zeitpunkt des Kongresses vorliegen. Diskussion Es wird erwartet, dass die Auswertung der Umfrage eine umfangreiche Situationsanalyse zu Forschungsprojekten aus und mit Gesundheitsämtern in BW ergeben wird. Neben den Forschungsinhalten werden auch Erkenntnisse über die organisatorische Zuordnung und Finanzierung der Projekte erwartet. Limitationen der Methodik sind der nicht-anonymisierte Fragebogen, was möglicherweise zu einer Verzerrung der Ergebnisse, u.a. aufgrund von Social Desirability Bias, führen kann. Es ist angedacht, die Befragung regelmäßig zu wiederholen, um somit langfristige Trends und Veränderungen zu identifizieren. Neben dem Status quo können ebenfalls förderliche und hinderliche Faktoren identifiziert werden, die eine gezielte Förderung der Wissenschaftlichkeit im ÖGD ermöglichen. Anhand der Erkenntnisse aus der Befragung können zukünftige Forschungsaktivitäten und -netzwerke für und mit dem ÖGD BW zielgerichtet und bedarfsgerecht konzipiert und gefördert werden. Dies soll langfristig die Grundlage für die Etablierung von Forschungsgesundheitsämtern und die Entwicklung einer Forschungsstrategie bilden. Publication History Article published online: 07 April 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Wissenschaft und Forschung in Gesundheitsämtern in Baden-Württemberg – Ergebnisse einer Online-Befragung
- Date Crossref
- 01/04/2026
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- proceedings-article
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