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Versichertenbezogene ambulante Rechnungsdaten der privaten Krankenversicherung – Teil 1: Grundlagen und Voraussetzungen für die wissenschaftliche Nutzung

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Rechnungsdaten der privaten Krankenversicherung (PKV) werden, im Unterschied zu Daten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), in der gesundheits- und versorgungsbezogenen Forschung und der Epidemiologie bislang kaum für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Aktuell lassen sich für 87,3% der Krankenversicherten in Deutschland anhand von Analysen mit GKV-Daten Erkenntnisse gewinnen. Somit sind Aussagen über die überwiegende Mehrheit der versicherten Bevölkerung möglich. Projektbezogen werden allerdings oft nur Ausschnitte aus dem gesamten Leistungsspektrum der GKV abgebildet, je nach Datenbereitstellung der jeweils kooperierenden Krankenkassen. Die verbleibenden rund 10% privat Krankenvollversicherten blieben jedoch bisher weitgehend unberücksichtigt, so dass bis dato keine Allgemeingültigkeit für die Gesamtheit der Bevölkerung erreicht werden konnte. Mit der bisherigen Studienanalytik war es zudem nur eingeschränkt möglich, empirische Forschung auf der Grundlage von Rechnungsdaten zu den Krankenversicherten durchzuführen, die entweder eine private Krankenvoll- oder Zusatzversicherung eingegangen sind. Indem die Routinedaten der gesetzlich Krankenversicherten um Rechnungsdaten der privat Krankenversicherten ergänzt werden, kann eine Annäherung an diese Allgemeingültigkeit erfolgen. Dementsprechend sollen auch im Forschungsdatenzentrum (FDZ) Gesundheit perspektivisch Rechnungsdaten der PKV einbezogen werden. Allerdings besteht im Vergleich zu GKV-Daten eine Reihe von Unterschieden (insbesondere für den ambulant-ärztlichen Sektor), deren Kenntnis Voraussetzung für die fachgerechte Analyse und Interpretation der PKV-Rechnungsdaten ist. Der vorliegende erste Beitrag einer dreiteiligen Artikelreihe zur wissenschaftlichen Nutzung von ambulant-ärztlichen und Arzneimitteldaten der PKV gibt anhand bisher gewonnener Erkenntnisse einen systematischen Überblick über die methodisch und analytisch relevanten Gemeinsamkeiten, Unterschiede und ergänzende Merkmale der beiden Versicherungssysteme. Zudem werden die für den Bereich der PKV wichtigsten Begrifflichkeiten in Form eines Glossars eingeführt sowie die administrativen und pragmatischen Voraussetzungen für die wissenschaftliche Nutzung der PKV-Daten erläutert.

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