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2025 conference-paper

Entscheidungsprozesse und Umsetzung partizipativer Entscheidungsfindung in der Geburtsplanung bei Beckenendlage (Studie PregAUDIO)

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Fragestellung Bei Schwangerschaften mit Beckenendlage (BEL) sind Entscheidungen für oder gegen eine äußere Wendung sowie für Sectio oder vaginale Geburt präferenzsensitiv. Partizipative Entscheidungsfindung (PEF) in der Gesundheitsversorgung wird international und national gefordert. Dennoch werden laut internationalen Studien die Präferenzen der Schwangeren bei Entscheidungen zur Geburtsplanung oft nicht berücksichtigt. In Deutschland fehlen bisher Studien, die Entscheidungsprozesse zur BEL-Geburt und die Umsetzung von PEF in Beratungsgesprächen untersuchen. Ziel dieser multizentrischen Mixed-Methods Pilotstudie war die Analyse 1) von Entscheidungsprozessen bezüglich äußerer Wendung und Geburtsplanung bei BEL sowie 2) der Umsetzung von PEF in Entscheidungsgesprächen zur Geburtsplanung in Kliniken. Methoden In drei Hamburger Geburtskliniken wurden n=23 Entscheidungsgespräche aufgezeichnet und hinsichtlich der Umsetzung von PEF (mittels Observer OPTION 5 TM) und der Umsetzung der S3-Leitlinien "Sectio caesarea" und "Die vaginale Geburt am Termin" analysiert. Schwangere füllten vor (t0), nach (t1) und zwei Wochen nach dem Gespräch in der Klinik (t2) unter anderem Fragebögen zur erlebten PEF im Gespräch, Wahrnehmung von Geburt als medizinischen oder natürlichen Prozess, geburtsbezogene Ängstlichkeit und wahrgenommene Risiken von vaginaler Geburt und Sectio aus. Mit allen Schwangeren wurden Interviews zu ihren Entscheidungswegen geführt, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Observer OPTION 5 TM Ratings und Fragebogendaten wurden deskriptiv ausgewertet. Ergebnisse Die Schwangeren betrachteten Geburt als natürlichen Prozess und schätzten das Risiko einer vaginalen BEL-Geburt für das Kind höher ein als bei einer Sectio, für sich selbst hielten sie das Risiko beider Geburtsmodi für gleich. Ihre geburtsbezogene Ängstlichkeit nahm von t0 zu t1 ab, stieg aber zu t2 wieder an. Schwangere bewerteten PEF im Beratungsgespräch als sehr hoch. Vorläufige Ergebnisse der Observer OPTION 5 TM Ratings zeigten eine niedrige Umsetzung von PEF, besonders bei der "Unterstützung eines gemeinschaftlichen Beratungsprozesses". Einige Inhalte der S3-Leitlinien waren gut umgesetzt, insbesondere die Berücksichtigung der individuellen Situation des Kindes und der Schwangeren sowie das verständliche Informieren und respektvolle Gesprächsführung. Wenig umgesetzt wurden die Überreichung verständlichen Informationsmaterials und das Erfragen von Vorwissen. Interviews mit Schwangeren zeigten, dass insbesondere das Klinikgespräch und Erfahrungsberichte anderer die Entscheidung beeinflussten. Teilnehmende wünschten sich besseren Zugang zu evidenzbasierten Informationen, insbesondere durch niedergelassene Gynäkolog:innen, sowie eine Adressierung ambivalenter Gefühle im Beratungsgespräch. Schlussfolgerungen Obwohl das Beratungsgespräch zu BEL in den Kliniken von den Schwangeren als Schlüsselmoment im Entscheidungsprozess zur Geburtsplanung wahrgenommen wird, sind hier PEF und einzelne Leitlinienempfehlungen bisher nur unzureichend umgesetzt. Ein verbesserter Zugang zu Informationen zur äußeren Wendung und vaginalen Geburt, insbesondere die Weiterbildung von niedergelassenen Gynäkolog:innen zum Thema BEL, sowie ein besserer Zugang zu entsprechend zertifizierten Geburtskliniken sind erforderlich. Fördermittel Funding-Source Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Award-ID: LI 4400/1-1 Publication History Article published online: 10 December 2025 © 2025. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Ce résumé expose les affirmations des auteurs. BNTIC ne l’interprète pas comme une validation indépendante des résultats.

Le contrôle bibliographique ouvert

DOI retrouvé dans Crossref DOI retrouvé ; titre concordant.

Titre Crossref
Entscheidungsprozesse und Umsetzung partizipativer Entscheidungsfindung in der Geburtsplanung bei Beckenendlage (Studie PregAUDIO)
Date Crossref
01/12/2025
Éditeur
Georg Thieme Verlag KG
Type
proceedings-article

Ce recoupement confirme des métadonnées liées au DOI. Il ne confirme ni la méthode ni les conclusions de l’étude, et il ne compte pas comme une seconde source scientifique indépendante.

Où se fait cette recherche

  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg pays non établi dans la notice
    Université ou école supérieure
  • Universität Hamburg pays non établi dans la notice
    Université ou école supérieure
  • Klinik und Poliklinik für Urologie pays non établi dans la notice
    Établissement de santé
  • University Medical Center Hamburg-Eppendorf pays non établi dans la notice
    Établissement de santé
  • Klinik und Poliklinik für Neurologie pays non établi dans la notice
    Établissement de santé
  • Albertinen Diakoniewerk pays non établi dans la notice
    Établissement de santé
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf pays non établi dans la notice
    Institution
  • Albertinen Krankenhaus pays non établi dans la notice
    Institution
  • Amalie-Sieveking Krankenhaus pays non établi dans la notice
    Institution

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Universität Hamburg et Klinik und Poliklinik für Urologie, avec 6 autres affiliations.

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