Diarrhöe auf der Intensivstation
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All articles of this category (opens in new window) Diarrhöen sind ein häufiges Symptom auf der Intensivstation und können mit einer erhöhten Mortalität und Morbidität einhergehen. Die Ursachen sind vielfältig, und die Abklärung kann zur Herausforderung werden. Dieser Artikel beleuchtet die Pathophysiologie und zeigt einen rationalen Algorithmus zur Abklärung der Diarrhö kritisch kranker Patienten auf der Intensivstation. Kernaussagen Diarrhö auf der Intensivstation (ICU) ist häufig und kann Leitsymptom einer akut lebensbedrohlichen Erkrankung sein. Die Genese sollte in die häufigeren nicht infektiösen und die selteneren infektiösen Ursachen unterteilt werden. Die C.-difficile-Infektion (CDI) ist die häufigste Ursache für eine infektiöse Diarrhö auf der ICU. Die Diagnostik sollte zweistufig erfolgen. In der Therapie ist Fidaxomicin oder Vancomycin Mittel der Wahl. Die Inzidenz der Diarrhö nimmt bei antibiotischer Therapie mit jedem Therapietag zu. Bei immunsupprimierten Patienten verlaufen Durchfallerkrankungen auf der ICU schwerer und erfordern eine spezielle mikrobiologische Diagnostik und rasche Endoskopie. Bei allen Patienten mit der Trias Fieber, Diarrhö und Neutropenie sowie bei allen Patienten mit Peritonismus sollte eine Computertomografie des Abdomens durchgeführt werden. Ballaststoffe haben einen gesicherten Nutzen in der nutritiven Diarrhö-Therapie und sollen bei persistierender Diarrhö verabreicht werden. Die enterale Ernährung soll auch bei vorliegender Diarrhö begonnen werden und nur als Ultima Ratio bei therapierefraktärer Diarrhö reduziert oder pausiert werden. Die Diarrhö-Abklärung soll stufenweise anhand vordefinierter Protokolle erfolgen.
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- Titre Crossref
- Diarrhöe auf der Intensivstation
- Date Crossref
- 01/10/2025
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- journal-article
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