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Revidierte Klassifikation epileptischer Anfälle: Positionspapier der Internationalen Liga gegen Epilepsie

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Zusammenfassung Die Internationale Liga gegen Epilepsie (ILAE) hat die operationale Klassifikation epileptischer Anfälle 2017 auf der Grundlage der damals entwickelten Rahmenbedingungen aktualisiert. In diese Überarbeitung wurden die publizierten Erfahrungen mit der Umsetzung der 2017er-Klassifikation einbezogen. Eine 37 Personen zählende Arbeitsgruppe wurde vom ILAE-Exekutivausschuss eingesetzt. Die internationalen Expertinnen und Experten aus allen ILAE-Regionen wandten ein modifiziertes Delphi-Verfahren an, bei dem für jeden Vorschlag ein Konsens von mehr als zwei Dritteln erforderlich war. Nach Veröffentlichung auf der ILAE-Homepage mit dem Ersuchen, Kommentare zu dem Entwurf einzugeben, ernannte der Exekutivausschuss 7 zusätzliche Sachverständige für die Arbeitsgruppe zur Überarbeitung des Positionspapieres, um die eingegangenen Kommentare zu diskutieren und gegebenenfalls einzubeziehen. Die aktualisierte Klassifikation behält die Hauptklassen von Anfällen bei: fokal, generalisiert, unbekannt (ob fokal oder generalisiert) und nicht klassifiziert. Taxonomische Regeln unterscheiden zwischen Klassifikatoren , die biologische Klassen widerspiegeln und sich direkt auf die klinische Behandlung auswirken, und Deskriptoren , die andere wichtige Anfallsmerkmale angeben. Fokale Anfälle und Anfälle unbekannten Ursprungs werden darüber hinaus nach dem Bewusstseinszustand des Patienten während des Anfalls klassifiziert, je nachdem ob eine Bewusstseinsstörung vorliegt oder nicht. Die Bewertung, ob eine Bewusstseinsstörung vorliegt, wird durch Gewahrsein (engl. „awareness“) und Reaktionsfähigkeit (engl. „responsiveness“) während eines Anfalls und erhaltene Erinnerung (engl. „recall“) nach einem Anfall klinisch operationalisiert. Wenn der Bewusstseinszustand nicht bestimmbar ist, wird der Anfall unter dem übergeordneten Begriff, d. h. der Hauptanfallsklasse (fokaler Anfall oder Anfall unbekannten Ursprungs) klassifiziert. Generalisierte Anfälle werden in Absencen, generalisierte tonisch-klonische Anfälle und andere generalisierte Anfälle eingeteilt, wobei jetzt auch der negative Myoklonus als Anfallstyp beschrieben wird. Anfälle werden in der Grundversion als solche mit oder ohne beobachtbare Manifestationen beschrieben, während eine erweiterte Version die chronologische Abfolge der Anfallssemiologie verwendet. Diese aktualisierte Klassifikation umfasst 4 Hauptklassen und nur noch 21 Anfallstypen (und nicht mehr 63 wie in der 2017 Klassifikation; Anm. d. Übersetzer). Besonderer Wert wurde auf die Übersetzbarkeit in andere Sprachen jenseits von Englisch gelegt. Ziel ist es, eine gemeinsame Sprache für alle im Bereich Epilepsie tätigen Gesundheitsfachkräfte zu schaffen – von ressourcenarmen Gebieten bis hin zu hoch spezialisierten Zentren – und leicht zugängliche Begriffe für Patientinnen und Patienten sowie Betreuungspersonen bereitzustellen.

Ce résumé expose les affirmations des auteurs. BNTIC ne l’interprète pas comme une validation indépendante des résultats.

Contrôle bibliographique ouvert

DOI retrouvé dans Crossref DOI retrouvé ; titre concordant.

Titre Crossref
Revidierte Klassifikation epileptischer Anfälle: Positionspapier der Internationalen Liga gegen Epilepsie Updated classification of epileptic seizures: position paper of the International League Against Epilepsy
Date Crossref
10/10/2025
Éditeur
Springer Science and Business Media LLC
Type
journal-article

Ce recoupement confirme des métadonnées liées au DOI. Il ne confirme ni la méthode ni les conclusions de l’étude et ne compte pas comme une seconde source scientifique indépendante.

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