Rezidivierende Plazentaretention nach Spontanpartus bei Uterus didelphys
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Fallvorstellung: Wir berichten von einer 31-jährigen Patientin (II. Gravida, I. Para), die sich mit Uterus didelphys Gravida des rechten Hemiuterus bei uns in der 39+1. SSW zur Geburtseinleitung bei Präeklampsie vorstellte. Aufgrund der uterinen Fehlbildung besteht eine anamnestisch relevante medizinische Vorgeschichte mit mehreren gynäkologischen Eingriffen, darunter eine Inzision und Resektion des Vaginalseptums nach Hämatokolpos sowie als auch eine Hysteroskopie und Laparoskopie im Rahmen eines Kinderwunsches. Diese Eingriffe diagnostizierten einen Tubenverschluss rechts sowie nebenbefundlich Myome an beiden Uterushälften. In der vorangegangenen Schwangerschaft, mit Implantation im linken Hemiuterus, erfolgte ebenfalls eine Einleitung aufgrund einer Präeklampsie. Nach erfolgreichem Spontanpartus kam es hier zu einer Plazentaretention sowie einer peripartalen Hämorrhagie mit einem Gesamtblutverlust von 1000ml. Die aktuelle Geburt erfolgte nach Einleitung mit Zervixreifungsballon und Misoprostol. Unter regelmäßiger Wehentätigkeit kam es zunächst zum unkomplizierten Spontanpartus eines weiblichen Neugeborenen mit guten APGAR- und pH-Werten. Nach Abnabelung erfolgte auf Grund der Anamnese die Blutungsprophylaxe mit 100µg Carbetocin intravenös als Kurzinfusion. Im weiteren Verlauf zeigten sich dennoch keine positiven Lösungszeichen, sodass bei erneuter Plazentaretention die Indikation zur manuellen und instrumentellen Nachtastung gestellt wurde. Diese verlief komplikationslos, der Blutverlust betrug insgesamt 500ml. Im Rahmen der abschließenden Inspektion zeigte sich ein Dammriss I. Grades, welcher im weiteren Verlauf adäquat versorgt wurde. Es kam zu keinen weiteren Geburtsverletzungen. Fazit: Dieser Fall verdeutlicht die Bedeutung einer sorgfältigen Überwachung und gezielten Intervention bei Schwangeren mit vorliegenden anatomischen Besonderheiten wie dem Uterus didelphys. Trotz einer erfolgreichen Geburtseinleitung mit erneutem Spontanpartus kam es postpartal zu einer Plazentaretention, was eine operative Nachtastung erforderte. Insbesondere das Risiko einer rezidivierenden Plazentaretention bei Uterusabnormalitäten sollte nicht unterschätzt werden. Die Entscheidung zur Anwendung von Carbetocin aufgrund der Vorgeschichte einer PPH trug sicherlich zur Kontrolle des Blutverlustes bei. Insgesamt zeigt dieses Fallbeispiel dennoch die Möglichkeit einer sicheren vaginalen Entbindung durch engmaschige Überwachung und frühzeitige Interventionen, auch bei komplexen Uterusfehlbildungen. Publication History Article published online: 11 June 2025 © . Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Rezidivierende Plazentaretention nach Spontanpartus bei Uterus didelphys
- Date Crossref
- 01/06/2025
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- proceedings-article
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