Hypertone Dehydratation durch Rezidiv einer gastrokolischen Fistel bei erneuter Durchwanderung einer PEG-Sonde ins Colon transversum
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Einleitung: Viele pädiatrische Patienten mit Ernährungsschwierigkeiten, z.B. aufgrund neurologischer Erkrankungen mit Schluckstörung oder gastroenterologischer Erkrankungen mit Passagestörung, werden mit einer Perkutanen Endoskopischen Gastrostomie- (PEG-) Sonde oder Perkutanen Endoskopischen Gastro-Jejunostomie- (PEGJ-) Sonde versorgt und über diese enteral ernährt. Zur Platzierung der Sonde existieren verschiedene operative und interventionelle Verfahren, z.B. die endoskopische Einbringung der Sonde, minimalinvasive Laparoskopie oder offene Laparotomie. Häufige Komplikationen sind Wundinfektion, Blutung, Leckage und Dislokation [ 1 ], in etwa 1-3% der Fälle treten gastrokolische Fisteln als Komplikation auf [ 2 ]. Fallbericht: Wir berichten über einen 6jährigen Patienten, ehemaliges Frühgeborenes 23+5 SSW mit posthämorrhagischem Hydrozephalus mit VP-Shunt, Epilepsie und Dystrophie. Endoskopische Anlage einer PEG-Sonde im Dezember 2021. Im März 2022 wurde der Junge mit Diarrhoen auffällig und musste aufgrund einer hypertonen Dehydratation (max. Natrium 168mmol/l) intensivmedizinisch betreut werden. Unter Volumensubstitution zügige Besserung von Allgemeinzustand und langsamer Ausgleich des Elektrolythaushalts. Bei anhaltenden Diarrhoen und wie Sondennahrung imponierenden Stühlen erfolgte eine Darstellung der PEG-Sonde, die eine Durchwanderung ins Colon transversum zeigte, sodass eine Laparotomie mit Übernähung von Magen und Colon erfolgte. Die Fistel hatte durch eine beschleunigte Passage zu Diarrhoen und Dehydratation geführt. Im Verlauf gebesserte Stuhlkonsistenz und unkomplizierte Sondenernährung. Anfang 2024 Rotaviren-Infektion mit Diarrhoe und unauffälliger Lagekontrolle der PEG-Sonde. Ende Mai 2024 erneute hypertone Dehydratation (max. Natrium 188 mmol/l). In der PEG-Darstellung zeigte sich ein hochgradiger Verdacht auf eine Fistelung der PEG-Sonde. Es erfolgte erneut eine Laparotomie. Hier zeigte sich abermals eine Translokation der PEG ins Colon transversum, sodass eine Übernähung von Magen und Colon und eine Neuanlage der PEG erfolgt. Danach Sistieren der Diarrhoen. Zusammenfassung: Die Sondenernährung ist die Methode der Wahl zur enteralen Ernährung, wenn eine orale Aufnahme unzureichend ist. Insgesamt handelt sich bei der PEG um eine sichere Methode zur enteralen Ernährung. Hauptkomplikationen nach dem herkömmlichen PEG-Verfahren sind systemische Infektionen (3,5%) und Peritonitis, Sepsis oder Wunddehiszenz (1,5%) [ 3 ]. Gastrokolische Fisteln treten bei 1-3% der Patienten auf [ 2 ]. Diese können zu Diarrhoen, Erbrechen und Elektrolyt-Imbalancen führen. Der vorliegende Fall zeigt eindrücklich, dass bei entsprechender Klinik eine Lagekontrolle der PEG-Sonde dringend notwendig ist. Publication History Article published online: 19 May 2025 © 2025. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
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- Titre Crossref
- Hypertone Dehydratation durch Rezidiv einer gastrokolischen Fistel bei erneuter Durchwanderung einer PEG-Sonde ins Colon transversum
- Date Crossref
- 01/05/2025
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- proceedings-article
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