„Aber eifersüchtig bin ich gar nicht.“: Konsensuelle Nichtmonogamie aus Sicht der Psychotraumatologie
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Zusammenfassung Menschliche Beziehungsformen sind einem stetigen Wandel unterworfen. In jüngerer Vergangenheit ist eine Zunahme von alternativen Beziehungsformen mit konsensueller, d. h. einvernehmlicher Nichtmonogamie zu beobachten. Dazu zählen offene Beziehungen, Polyamorie oder Swinging. Im Konsens ausgehandelte alternative Beziehungsformen besitzen keinen Störungswert. Wie jede Beziehung können sie jedoch durch traumatische Beziehungserfahrungen, Bindungsstörungen und psychische Störungen belastet sein. Während manche Menschen mit beispielsweise einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) oder einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) in offen und bewusst ausgehandelten konsensuell-nichtmonogamen Beziehungen sichere Bindung, Halt und Zufriedenheit finden, kann die Terminologie alternativer Beziehungsformen auch der Rationalisierung von durch unsichere Bindung, Verstrickung und Invalidierung geprägten Beziehungen dienen, die zu schweren seelischen Krisen und psychiatrischen Hospitalisierungen führen können. Diese Differenzierung von klinisch irrelevanter Nichtmonogamie, dysfunktionaler Nichtmonogamie sowie Kommunikation und Konsens als Ressourcen im Rahmen nichtmonogamer Beziehungen soll mit Fallbeispielen veranschaulicht werden. Darüber hinaus erfolgt eine Annäherung an die Frage, wie eine entstigmatisierende und akzeptierende Haltung Menschen mit alternativen Beziehungsformen gegenüber in der traumafokussierten Psychotherapie aussehen kann.
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Contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- „Aber eifersüchtig bin ich gar nicht.“: Konsensuelle Nichtmonogamie aus Sicht der Psychotraumatologie
- Date Crossref
- 12/05/2025
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- journal-article
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