Delabeling durch direkte Provokationstestung bei anamnestisch verzögerter Beta-Laktam- Antibiotika-Reaktion im Kindes- und Jugendalter. Konsensuspapier der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin, der Deutschen Gesellsc
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Hintergrund: Circa 10% europäischer Kinder werden als allergisch auf Arzneimittel eingestuft. Bei der Mehrzahl der Kinder liegt keine Allergie auf Beta-Laktam-Antibiotika (BLA), sondern zumeist ein infektiöses Exanthem vor. Methodik: In dieser Arbeit werden Ursachen und Folgen aufgezeigt und eine Empfehlung zur Diagnostik bei Verdacht auf eine BLA-Allergie bei anamnestisch verzögerter BLA-Reaktion aufgeführt. Dazu wurde durch E-Mail-Umlaufverfahren eine Vorlage angepasst und der Konsensus der Mitglieder der Arbeitsgruppen Arzneimittelallergie der beteiligten Fachgesellschaften eingeholt. Ergebnis: Der anamnestische Hinweis auf eine BLA-Allergie kann sich negativ auf eine zukünftige antibiotische Behandlung auswirken. Dabei treten gerade bei Kindern mit fieberhaften Infekten häufig infektassoziierte Exantheme auf, die nicht in ursächlichem Zusammenhang mit der Arzneimittelverabreichung stehen. Umso wichtiger ist es bei Kindern und Jugendlichen mit Verdacht auf eine Überempfindlichkeitsreaktion, ein standardisiertes Vorgehen zur Abklärung empfehlen zu können. Durch die Anamnese sollte überprüft werden, ob das klinische Bild der Reaktion mit einer Arzneimittelallergie vereinbar ist oder ob eine alternative Diagnose gestellt werden muss. Ein milde verlaufendes makulopapulöses Exanthem (MPE) kann Ausdruck einer Arzneimittelallergie, aber auch eines unspezifischen Virusexanthems sein. Das unkomplizierte MPE geht ohne wesentlichen Systembefall sowie ohne Beteiligung der Schleimhäute und kutaner Blasenbildung einher. Nur bei einer geringen Zahl von Kindern mit unkomplizierten MPEs zeigen sich positive Hauttests und auch durch Provokationstestungen können nur ca. 7 bis 16% der BLA-Verdachtsdiagnosen bestätigt werden. Somit kann bei Kindern nach Auftreten von unkomplizierten MPE (benign rash) auch ohne vorherige Hauttests eine ambulante Arzneimittelprovokation erfolgen. In dieser Arbeit wird ein 3-tägiges ambulantes Direktprovokationsschema zum BLA-Delabeling bei Kindern mit unkompliziertem MPE vorgestellt. Schlussfolgerung: Vielen Kindern und Jugendlichen werden nach unkompliziertem MPE auf ein BLA diese Antibiotika zukünftig unnötig vorenthalten. Ein 3-tägiges ambulantes Direktprovokationsschema kann helfen dieses zu vermeiden und Betroffene vor Fehldiagnosen zu bewahren.
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Delabeling durch direkte Provokationstestung bei anamnestisch verzögerter Beta-Laktam- Antibiotika-Reaktion im Kindes- und Jugendalter. Konsensuspapier der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin, der Deutschen Gesellsc
- Date Crossref
- 01/01/2025
- Éditeur
- Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle
- Type
- journal-article
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