Zweitmeinung und Selbstwirksamkeit bei deutschen Hautkrebspatienten
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Zusammenfassung Hintergrund Die weltweite Inzidenz von Hautkrebs ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Patienten benötigen daher Informationen über die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig müssen sie lernen, mit den wahrgenommenen Konsequenzen der Diagnose umzugehen. Im Jahr 2015 hat die Bundesregierung das Recht auf eine ärztliche Zweitmeinung im Sozialgesetzbuch (SGB V, § 27b) gesetzlich verankert. Patienten und Methodik Mittels eines standardisierten Fragebogens wurde untersucht, ob Patienten mit der Diagnose Hautkrebs eine ärztliche Zweitmeinung aktiv einholen und mögliche Beeinträchtigungen im Alltag einschätzen. Insgesamt wurden 714 ausgefüllte Fragebögen gesammelt. Ergebnisse Bei der Mehrheit der Personen, die eine Zweitmeinung einholten, wurde ein malignes Melanom diagnostiziert (96,58%). Die meisten Patienten holten eine Zweitmeinung ein, um sich bei ihren Behandlungsentscheidungen sicherer zu fühlen und weitere Informationen zu bekommen. Darüber hinaus zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Einholen einer Zweitmeinung und einem niedrigeren internalen Kontrollzentrum. Dies lässt den Schluss zu, dass die Überzeugung, das eigene Handeln nicht allein durch die eigenen Fähigkeiten bestimmen zu können, bei diesen Personen stärker ausgeprägt ist. Eine stärkere Beeinträchtigung des täglichen Lebens wurde vor allem bei jüngeren Teilnehmern und bei Teilnehmern mit fortgeschrittener Krebserkrankung festgestellt. Schlussfolgerungen Unsere Studie zeigt, dass Zweitmeinungen die Arzt‐Patienten‐Interaktion stärken und zusätzliche Sicherheit vermitteln, insbesondere bei Patienten mit geringer Kontrollüberzeugung. Darüber hinaus konnten wir eine signifikante Reduktion der Beeinträchtigung der Lebensqualität sowie der internalen und externalen Kontrollüberzeugung in fortgeschrittenen Tumorstadien feststellen. Das zeigt, wie wichtig es ist, zusätzliche Interventionen zu identifizieren, die darauf abzielen, die innere Widerstandskraft und die Kontrollüberzeugung zu stärken und damit die Fähigkeit der Patienten zu verbessern, mit der Diagnose Krebs umzugehen.
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- Titre Crossref
- Zweitmeinung und Selbstwirksamkeit bei deutschen Hautkrebspatienten
- Date Crossref
- 01/11/2024
- Éditeur
- Wiley
- Type
- journal-article
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Où se fait cette recherche
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University Medical Center of the Johannes Gutenberg University Mainz pays non établi dans la noticeÉtablissement de santé
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Universitätsklinikum Tübingen pays non établi dans la noticeÉtablissement de santé
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