Verbessert die langfristige Unterstützung eines sektorübergreifenden Care und Case Managements die psychische Belastung bei Menschen, die schwer an Multiple Sklerose erkrankt sind?
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Hintergrund Menschen, die schwer an Multipler Sklerose (MS) erkrankt sind ( People with severe MS, PwsMS ) leiden unter einer hohen psychischen Belastung mit Komorbiditäten wie Depression oder Angststörungen. Laut Literatur treten bei 20-25% suizidale Gedanken auf. Als Risikofaktoren hierfür werden Depressionen, zunehmender Autonomieverlust, Verlust der sozialen Teilhabe und das Gefühl, ausgeschlossen zu sein, genannt. Als präventive Faktoren werden das Gefühl, ein produktives Leben zu führen und ein bestehender Glaube/Spiritualität beschrieben. Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen einer langfristigen Unterstützung eines sektorübergreifenden Care und Case Managements (CCM) auf die psychische Belastung von PwsMS im Rahmen einer Sekundäranalyse der Studie Kommunikation, Koordination und Sicherheit bei Menschen mit MS (KOKOS-MS, GBA (FKZ 01VSF19029)). Methode In dieser randomisierten kontrollierten Phase ll klinischen Studie im Sinne einer komplexen Intervention wurden PwsMS in Parallelarmen (Standardversorgung vs. Standardversorgung+CCM) behandelt. Die Intervention wurde über 12 Monate nach einem studienspezifischen CCM-Manual durchgeführt, welches multidimensionale Bedarfe berücksichtigt. In dieser Teilauswertung werden die Auswirkungen der Intervention auf die psychische Gesundheit, suizidale Gedanken, Autonomie, soziale Interaktionen und Teilhabe untersucht. Das CCM erfasste in diesen Gebieten Probleme (Likert Skala (LS) 0-4, kein- sehr hoch), Ressourcen (LS 0-4, keine- sehr gute) und daraus resultierende Bedarfe (LS 0-4, kein Bedarf- Krisenintervention). Die Auswertungen erfolgen primär deskriptiv. Prä-Post-Vergleiche werden mit dem Vorzeichentest für abhängige Stichproben analysiert. Ergebnisse 80 PwsMS wurden 1:1 randomisiert, 40% der PwsMS gaben eine psychiatrische Komorbidität mit depressiven und/oder ängstlichen Symptomen an. In der Interventionsgruppe gaben 75% im Erstassessment eine wesentliche psychische Belastung (LS>=3)) an, nach der Intervention sank der Anteil auf 62,5% (LS>=3)). Sieben PwsMS im Interventionsarm berichteten von suizidalen Gedanken, im Abschlussassessment waren es drei PwsMS. Des Weiteren entwickelten sich die Faktoren 1) einem Hobby (inkl. Sport) nachgehen, 2) Zugehörigkeitsgefühl, 3) Ausüben einer sozialen Rolle und 4) Umgang mit Stressfaktoren zum Positiven. Schlussfolgerung PwsMS zeigen eine hohe psychische Belastung, welche sich durch die sektorenübergreifende, 12-monatige CCM Intervention verbesserte. Diese birgt ein hohes Potenzial für eine verbesserte Zufriedenheit und erhöhte Selbstwirksamkeit innerhalb der Lebensgestaltung bei diesen schwer betroffenen MS Patient*innen, was zudem suizidpräventiv wirken kann. Publication History Article published online: 26 August 2024 © 2024. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Verbessert die langfristige Unterstützung eines sektorübergreifenden Care und Case Managements die psychische Belastung bei Menschen, die schwer an Multiple Sklerose erkrankt sind?
- Date Crossref
- 26/08/2024
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- journal-article
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Où se fait cette recherche
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Centrum für Integrierte Onkologie pays non établi dans la noticeStructure de recherche
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University Hospital Cologne pays non établi dans la noticeÉtablissement de santé
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Institut für Medizinische Informatik pays non établi dans la noticeStructure de recherche
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Düsseldorf University Hospital pays non établi dans la noticeÉtablissement de santé
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LVR-Klinik Köln pays non établi dans la noticeÉtablissement de santé
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Heinrich Heine University Düsseldorf pays non établi dans la noticeUniversité ou école supérieure
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Klinik und Poliklinik für Neurologie pays non établi dans la noticeÉtablissement de santé
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Uniklinik Köln pays non établi dans la noticeInstitution
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Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik (IMSB) Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln pays non établi dans la noticeStructure de recherche
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St. Agatha Fachklinik für Seelische Gesundheit pays non établi dans la noticeInstitution
Centrum für Integrierte Onkologie, University Hospital Cologne et Institut für Medizinische Informatik, avec 7 autres affiliations.
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