Kortikosteroide in der Intensivmedizin
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Was ist neu? Kortikoidtherapie bei Sepsis und septischem Schock Bei septischem Schock mit anhaltendem Bedarf an Vasopressoren wird Hydrocortison in einer Gesamtdosis von 200mg/Tag empfohlen. Bei Sepsis ohne Schock ergibt sich kein Vorteil. Neuere Studien zeigen Vorteile bei einer Kombination von Hydrocortison mit Fludrocortison; klare Leitlinien-Empfehlungen dazu stehen aber noch aus. Kortikoidtherapie bei schwerer ambulant erworbener Pneumonie Nach den Ergebnissen einer großen, randomisierten und multizentrischen Studie zur Gabe von Hydrocortison (200mg/Tag) bei schwerer ambulant erworbener Pneumonie reduziert die Gabe die Sterblichkeit signifikant. Aus diesen Gründen wird eine frühzeitige Kortikosteroid-Therapie analog zum Studienprotokoll mittlerweile empfohlen. Bei influenzaassoziierter ambulant erworbener Pneumonie sollte keine Therapie mit Kortikosteroiden durchgeführt werden, da Studien eine höhere Komplikationsrate zeigten. Demgegenüber konnte bei COVID-19 durch den Einsatz von Dexamethason (6mg) eine signifikant geringere 28-Tage-Sterblichkeit beobachtet werden. Kortikoidtherapie bei akutem Lungenversagen Nach Dekaden kontroverser Diskussionen empfehlen aktuelle Leitlinien mittlerweile auch beim ARDS den Einsatz von Kortikosteroiden nach strenger Nutzen-Risiko-Analyse. Diese Empfehlungen basieren überwiegend auf Studien, die frühzeitig mit der Steroidtherapie begonnen haben. Viele Fragen, wie nach der Art des Kortikosteroids, dem Zeitpunkt und der Dauer der Therapie, sowie die Dosierung bleiben allerdings nach wie vor offen.
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Kortikosteroide in der Intensivmedizin
- Date Crossref
- 23/05/2024
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- journal-article
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Les institutions déclarées
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