Ösophagusatresie Typ II nach Vogt bei einem weiblichen Frühgeborenen der 31+6. SSW – ein langer Weg mit Hindernissen
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Hintergrund Einleitung Die Ösophagusatresie ist eine seltene Fehlbildung. Ihre Inzidenz liegt bei etwa einer auf 3000 Geburten in Deutschland. Langstreckige Atresien, wie sie häufiger beim Typ II nach Vogt vorkommen, bedürfen einer gründlichen Evaluation und eines angepassten Vorgehens. Ist die primäre Anastomose nicht möglich, so müssen kinderchirurgische Optionen wie Gastrostomie und Magenhochzug erwogen werden. Ergebnisse:Kasuistik Wir berichten von einem weiblichen Frühgeborenen der 31+6. SSW mit einem Geburtsgewicht von 1930g, bei dem postnatal klinisch der Verdacht auf eine Ösophagusatresie bestand (Unmöglichkeit einer Magensondenanlage) und sich radiologisch die Diagnose einer Ösophagusatresie Typ II nach Vogt bestätigte. Aufgrund der Frühgeburtlichkeit und des Geburtsgewichtes wurde initial eine Gastrostomie zur enteralen Ernährung angelegt. Da eine radiologische Durchleuchtung eine Distanz zwischen dem oberen und unteren Ösophagusstumpfes von >3cm ergab, wurde von einer frühen Korrektur abgesehen. Im Alter von 2,5 Monaten erfolgte die Operation mit einem Gewicht von 4kg. Auf Grund einer zu hohen Spannung zwischen den beiden Enden wurde auf eine Primäranastomose verzichtet, der distale Stumpf wurde an der prävertebralen Faszie befestigt. Aufgrund von resp. Insuffizienz, Mediastinitis bei Stumpfinsuffizienz und Fistelung wurde schließlich der Ösophagusstumpf cervical ausgeleitet. Nach Stabilsierung der Gesamtsituation wurde die Patientin vorerst im Alter von 4 Monaten in die Häuslichkeit entlassen. Im Alter von 6 Monaten erfolgte dann komplikationslos eine Thorakotomie und Laparotomie, Mobilisation des Ösophagusstumpfes und Magenhochzug. Aufgrund von Reflux, Apnoeclustern und Infekthäufung wurde die Patientin u.a. bronchoskopiert und gastroskopiert, einmalig erfolgte eine Bougierung des Pylorus. Aktuell zeigt die Patientin einen zufriedenstellenden Verlauf mit gutem Gedeihen. Schlussfolgerung:Schlussfolgerungen Die Kombination von Ösophagusatresie mit langstreckiger Atresie und Frühgeburtlichkeit stellt für das betreuende Team aus Kinderchirurgen, Neonatologen und Kinderpneumologen eine Herausforderung dar. Ein individuelles Vorgehen an die sich darstellende Situation ist notwendig, Komplikationen häufig und herausfordernd. Publication History Article published online: 22 February 2024 © 2024. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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- Titre Crossref
- Ösophagusatresie Typ II nach Vogt bei einem weiblichen Frühgeborenen der 31+6. SSW – ein langer Weg mit Hindernissen
- Date Crossref
- 01/02/2024
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag
- Type
- proceedings-article
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