Lungengefäßbeteiligung bei Post-COVID-19 assoziierter Dyspnoe – Eine multizentrische Beobachtungsstudie
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Einleitung : Derzeit sind die Ursachen von Belastungsdyspnoe und -einschränkung bei Patienten mit Post-COVID-19-Syndrom unklar. Aufgrund des vaskulären Tropismus von SARS-CoV-2 und der Häufigkeit einer Rechtsherzinsuffizienz während einer akuten COVID-19-Erkrankung wurde die Hypothese aufgestellt, dass eine postakute pulmonale Gefäß- und Rechtsherzfunktionsstörung zu den Post-COVID-19-Symptomen beitragen können. Methoden : In einer multizentrischen Kohorte von 60 Post-COVID-19-Patienten (ca. ein Jahr nach akuter Infektion) wurde eine 2D- und 3D-Echokardiographie des rechten Herzens sowie eine Schätzung der pulmonalen Ventilations-Perfusions (V/Q) -Verteilung durch das automatische Lungenparameter-Schätzsystem (ALPE, Mermaid Care A/S, Dänemark) durchgeführt. Lungenfunktions- und Belastungsparameter wurden mittels Bodyplethysmographie und Spiroergometrie untersucht. Ergebnisse : In der Kohorte zeigte sich eine leichte Einschränkung der Sauerstoffaufnahme (VO2peak 86+/-20% Soll, Mittelwert+/-SD) und der Diffusionskapazität der Lunge für Kohlenmonoxid (DLCO 74+/-13% Soll), aber ein normaler CO-Transfer Koeffizient (DLCO/VA 84+/-13% Soll). Echokardiographisch konnten weder in Ruhe noch unter Belastung Zeichen einer Rechtsherzfunktionsstörung oder pulmonalen Hypertonie (PH) festgestellt werden. Die ALPE-Messung und Spiroergometrie zeigten eine leichte V/Q-Verteilungsstörung bzw. eine ineffiziente Ventilation. Ein niedriger DLCO war mit schlechteren statischen und dynamischen Lungenfunktions- und Herzparametern assoziiert. Ein hoher Dyspnoe-Index in der Gesamtkohorte war mit einem niedrigen VO2peak, einer hohen Herzfrequenz und einer niedrigen linksventrikulären Ejektionsfraktion in Ruhe assoziiert. Bei Patienten mit spiroergometrischer Ausbelastung war ein hoher Dyspnoe-Index mit einer niedrigen anaeroben Schwelle und Diffusionskapazität verbunden. Schlussfolgerung : V/Q-Inhomogenitäten, die zu einer Einschränkung der Diffusionskapazität führen, tragen möglicherweise bei bestimmten Subgruppen von Post-COVID-19-Patienten zur Belastungsdyspnoe bei. In dieser Kohorte wurden keine Zeichen einer PH festgestellt. Die Heterogenität von Post-COVID-19-Patienten erfordert eine weitere genaue Phänotypisierung größerer Kohorten. Publication History Article published online: 01 March 2024 © 2024. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Lungengefäßbeteiligung bei Post-COVID-19 assoziierter Dyspnoe – Eine multizentrische Beobachtungsstudie
- Date Crossref
- 01/03/2024
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag
- Type
- proceedings-article
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