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2023 article

Prospektive Beobachtung des Überlebens bei autoimmuner Hepatitis: Todesursachen im Langzeitverlauf von 15 Jahren

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Einleitung : Die autoimmune Hepatitis (AIH) ist eine seltene chronisch-entzündliche Lebererkrankung, die ohne adäquate Therapie zur Leberzirrhose und zum Tod führen kann. Eine lange andauernde immunsuppressive Therapie kann je nach Therapieregime eine Malignomentstehung begünstigen und das kardiovaskuläre Risiko erhöhen. Es gibt in Deutschland jedoch nur wenige Daten zu Langzeitüberleben und Todesursachen bei AIH. Ziele : Identifikation von Todesursachen bei AIH. Methodik : Es erfolgte eine prospektive Beobachtung von 310 Personen mit AIH über einen Gesamtzeitraum von 15 Jahren, welche sich bis 06/2022 in der Behandlung des YAEL-Centrums für Autoimmune Lebererkrankungen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf befanden. Todesursachen wurden in kardiovaskulär-, malignom- und leberassoziierte sowie sonstige Ursachen unterteilt. Eine regionale Vergleichskohorte (VK) basierend auf dem Sterbe- und Melderegister Hamburg wurde für die Jahre 2016-2018 ermittelt und zum Vergleich der Todesursachen und Mortalität herangezogen. Die zuständige Ethikkommission hat diesem Vorhaben zugestimmt. Ergebnis : Im Beobachtungszeitraum trat bei 28 der 310 AIH-Patient:innen ein Endpunkt ein (Tod: n=27, Lebertransplantation: n=1). Die Gesamtmortalität betrug damit 8,7% mit einer durchschnittlichen jährlichen Mortalität von 0,89% (VK: 0,97%). Das mediane Sterbealter betrug 75,5 Jahre (22 – 87 Jahre), wobei 81,5% der AIH-Patient:innen im Alter von über 60 Jahren verstarben. Der Anteil der Personen mit AIH, die aus kardiovaskulärer Ursache (AIH: 29,6%, VK: 30,8%) oder wegen eines Malignoms verstarben (AIH: 29,6%, VK: 26,5%), unterschied sich nicht signifikant von der Vergleichskohorte. Bei den leberbezogenen Todesfällen gab es jedoch eine erhöhte Mortalität gegenüber der Allgemeinbevölkerung (AIH: 22,2%, VK: 1,29%). Im Median verstarben die Patient:innen 9,4 Jahre nach Diagnosestellung (kardiovaskulär: 8,9 Jahre, malignombezogen: 8,8 Jahre; leberbezogen: 9,7 Jahre). Schlussfolgerung : AIH-Patient:innen zeigten im Vergleich zur lokalen Vergleichskohorte keine erhöhte jährliche Mortalität, jedoch ein erhöhtes Risiko eines leberbezogenen Todes. Wie bereits in der klinischen Praxis empfohlen, unterstrichen die Daten die Bedeutung langfristiger Kontrollen von leberbezogenen Risikofaktoren. Bei einer generell geringen Gesamtmortalität der Kohorte bedarf es jedoch eines größeren Patientenkollektivs, um das Risiko von malignombezogenen und kardiovaskulären Todesursachen bei AIH zu klären. Publication History Article published online: 28 August 2023 © 2023. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany

Ce résumé expose les affirmations des auteurs. BNTIC ne l’interprète pas comme une validation indépendante des résultats.

Contrôle bibliographique ouvert

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Titre Crossref
Prospektive Beobachtung des Überlebens bei autoimmuner Hepatitis: Todesursachen im Langzeitverlauf von 15 Jahren
Date Crossref
01/08/2023
Éditeur
Georg Thieme Verlag KG
Type
journal-article

Ce recoupement confirme des métadonnées liées au DOI. Il ne confirme ni la méthode ni les conclusions de l’étude et ne compte pas comme une seconde source scientifique indépendante.

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Sujets associés

Liver Diseases and ImmunitySystemic Lupus Erythematosus ResearchHepatitis C virus research

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