Intrakranielle Blutungen während extrakorporaler Membranoxygenierung zur Therapie schweren ARDS – eine retrospektive Kohortenstudie bei Patienten mit ohne COVID-19-assoziiertem ARDS
Rattachement africain : de. Niveau de preuve : code pays fourni par la source.
Le résumé fourni par la source
Die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) stellte eine wichtige Ultima-Ratio-Maßnahme in der Therapie des Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS) dar und hat seit Beginn der COVID-19-Pandemie noch zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Ziel dieser Studie war der Vergleich von Inzidenz und bildgebenden Charakteristika intrakranieller Blutungsereignisse zwischen COVID-19-assoziiertem ARDS und ARDS anderer Ätiologie, das eine ECMO-Therapie erforderlich machte. In diese monozentrische, retrospektive Studie wurden alle erwachsenen Patienten eingeschlossen, die zwischen Januar 2011 und April 2021 eine veno-venöse ECMO aufgrund eines ARDS erhalten hatten und bei denen eine zerebrale CT-Untersuchung während der ECMO-Therapie durchgeführt worden war. Intraparenchymale Blutungsmuster wurden nach einer neuen Klassifikation von Prinz et al. kategorisiert. Darüber hinaus wurden intraparenchymale und intraventrikuläre Blutungsanteile volumetrisch erfasst. Insgesamt konnten 402 Patienten während des genannten Untersuchungszeitraums identifiziert werden, die eine ECMO aufgrund eines ARDS erhalten hatten. Eine zerebrale CT-Untersuchung war von 204 Patienten verfügbar. Davon wiesen 21.1% (n=43) eine intrakranielle Blutung auf. Bei 35.4% aller Patienten mit COVID-19-assoziiertem ARDS (n=17/48) wurde eine intrakranielle Blutung festgestellt, während 16.7% aller Patienten mit ARDS anderer Ätiologie von einer Blutung betroffen waren. Die multivariable Analyse zeigte, dass COVID-19 (HR: 3.081; 95%CI: 1.518-6.252; p=0.002) und niedrigere Carboxyhämoglobin-Konzentrationen (HR: 0.327; 95%CI: 0.136-0.784; p=0.012) mit einer intrakraniellen Blutung während ECMO assoziiert waren. Bei Patienten mit COVID-19-assoziiertem ARDS und Notwendigkeit einer ECMO-Therapie treten intrakranielle Blutungen mehr als doppelt so häufig auf wie bei Patienten mit ARDS anderer Ätiologie. Die Ursachen dafür sind bisher unklar, weshalb dringend mehr Studien erforderlich sind, die den Zusammenhang zwischen intrakraniellen Blutungskomplikationen während ECMO und einer COVID-19-Erkrankung untersuchen und Präventionsmaßnahmen ermöglichen. Publication History Article published online: 11 May 2022 © 2022. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
Ce résumé expose les affirmations des auteurs. BNTIC ne l’interprète pas comme une validation indépendante des résultats.
Le contrôle bibliographique ouvert
DOI retrouvé dans Crossref DOI retrouvé ; titre concordant.
- Titre Crossref
- Intrakranielle Blutungen während extrakorporaler Membranoxygenierung zur Therapie schweren ARDS – eine retrospektive Kohortenstudie bei Patienten mit ohne COVID-19-assoziiertem ARDS
- Date Crossref
- 01/05/2022
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- journal-article
Ce recoupement confirme des métadonnées liées au DOI. Il ne confirme ni la méthode ni les conclusions de l’étude, et il ne compte pas comme une seconde source scientifique indépendante.
Les institutions déclarées
Une affiliation ne permet pas de déduire la nationalité d’un auteur.