Editorial
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Psychisches Erleben wird vielfach räumlich differenziert.Die Abgrenzung von Innen und Aussen verhilft zu Struktur und psychischer Organisation.In ein Innen und Aussen zu trennen, Fremd und Eigen voneinander zu unterscheiden, bedingen die Ich-Entwicklung auf fundamentale Weise.Dabei bleiben Innen und Aussen jedoch relativ und im (Da-)Zwischen stets verhandelbar.So kennzeichnen Übergänge wichtige Entwicklungsschritte und werden gleichzeitig als Gefährdung erlebt -Übergangsrituale dienen der Absicherung vor dem ungeschützten Zwischenzustand wie der Anerkennung von Reziprozität.Doch kann auch ein Aussen bedrohlich wirken, ein Innen bedroht sein oder umgekehrt jeweils einen sicheren Zufluchtsort bieten.Die räumliche Metaphorik schien uns im Herbst 2019 eine interessante Auseinandersetzung mit zahlreichen psychischen Phänomenen zu bieten.Oszillieren die Termini technici in klinischer Perspektive u. a. um innere und äussere Objekte, Integration und Desintegration, Externalisierung und projektive Identifizierung, spielt auch in kultur-und gesellschaftsanalytischen Fragen die Differenzierung ei ner inneren und äusseren Realität eine wichtige Rolle.Dass im Zuge der weltweiten pandemischen Entwicklung von COVID-19 reale Räumlichkeit und räumliche Vorstellung noch weitaus grössere Bedeu tungsüberschüsse erhielten, war damals nicht abzusehen.Um so mehr geben die unwägbaren Verhältnisse Anlass, sich mit dem Spannungsfeld von Innen -Zwischen -Aussen zu befassen.Für dieses Journal-Heft wurden, wie zu erwarten war, vielfältige Texte eingereicht.Auf Beiträge aus psychoanalytisch-theoretischer Perspektive -beginnend mit Freud, weitergehend mit Laplanche, Adorno, Winnicott und Lacan -folgen Texte zu klinisch-technischen Fragen.Dort werden Schwerpunkte wie das Koma oder die Dissoziation als Zwischenzustand, die Kastrationsangst als leitende ödi pale Kraft, der Körper als Leerstelle bei trans Menschen und die Reproduktionsmedizin als körperlich-seelisches Konfliktfeld erörtert.Gegen Ende zeigen zwei Texte, wie sich Heimatverlust und Migration in einem besonders prekären äusseren und inneren Dazwischen manifestieren können.Den Abschluss bildet eine Zwischensicht auf die neuartige pandemische Krise als Kampf zwischen inneren und äusseren Realitäten.Uorschla Guidon leitet das gesetzte Thema mit ihrem Text zu Freuds «Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten» ein.Sie nimmt sich der Frage nach der Ent-
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Editorial
- Date Crossref
- 01/07/2021
- Éditeur
- JfP
- Type
- journal-article
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