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Die Arbeit als freipraktizierende Hebamme in der Vermittlungshotline

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Hintergrund: Die Wochenbettbetreuung nach dem Spitalaustritt ist für Eltern sehr wichtig für einen positiven Übergang in die Elternschaft. Die Vermittlungshotline der Thurgauer Hebammen hat einen Leistungsauftrag, Familien, die vor der Geburt noch keine Hebamme gesucht oder gefunden haben, eine Wochenbettbetreuung zu garantieren. Bisher wurde nicht untersucht wie Hebammen ihre Arbeit in der Vermittlungshotline beurteilen. Ziel: Zu beschreiben: a) wie die Thurgauer Hebammen der Hotline gegenüber eingestellt waren, b) Betreuungsaspekte der über die Hotline vermittelten Frauen. Methode: Online-Umfrage mit 41 Mitgliedern des Vereins Thurgauer Hebammen. Die Studie war Teil der Evaluation der Vermittlungshotline. Deskriptive Analysen wurden mit Stata 15 durchgeführt. Ergebnisse: Die Rücklaufquote des Fragebogens lag bei 91%. Die Hebammen waren durchschnittlich 46.1 Jahre alt und betreuten im Jahre 2019 im Mittel 5.3 über die Hotline vermittelte Frauen. Mit durchschnittlich 3.8 von 4.0 möglichen Punkten auf der adaptierten deutschen Version der «Change Attitude Scale» war die Einstellung der Hebammen gegenüber dem Aufbau der Vermittlungshotline sehr positiv. Fast die Hälfte der Hebammen (n=19, 46.3%) stimmten jedoch voll und ganz oder eher zu, dass sich Frauen auch selbst eine Hebamme suchen könnten. Zwei Drittel der Hebammen (66.7%) besuchten die über die Hotline vermittelten Frauen gleich häufig wie Frauen, die selbst eine Hebamme suchten; 23.1% hingegen etwas oder deutlich weniger häufig und 10.3% etwas oder deutlich häufiger. Die Länge der Besuche unterschied sich für die meisten Hebammen (79.5%) nicht von derjenigen von anderen Frauen. Nur 10.3% der Hebammen wendeten Assessmentinstrumente häufig oder systematisch an, obwohl 92.3% solche kannten. Diskussion: Die positive Einstellung der Hebammen gegenüber der Vermittlungshotline ist sehr wichtig für die gute Versorgung der Frauen und für die Weiterführung der Dienstleistung. Einige Hebammen beobachten Unterschiede in der Betreuung von Hotline-Frauen im Vergleich zu anderen Frauen, wobei diese Abweichungen sowohl häufigere und weniger häufige bzw. kürzere und weniger kurze Hausbesuchen beinhalten konnten.

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