Intensitätsschwankungen von VOCs in der Raumluft. Ergebnisse von Zeitreihenanalysen im Rahmen der Ausatemluftmessung mittels Ionenmobilitätsspektrometrie (MCC/IMS)
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Einleitung Ergänzend zu Raumluftmessungen vor oder nach Patientenmessungen bestand der Bedarf nach kontinuierlichen Raumluftmessungen, um die alleinige „Hintergrund“-Aktivität von VOCs im Untersuchungsraum zu erfassen, da diese als möglicher Einflussfaktor auf die Ausatemluftmessung angesehen werden muss. Methodik Die MCC/IMS-Messungen erfolgten mittels des BioScout ® , die Auswertung der Messfiles über die Software VisualNow (B&S Analytik, Dortmund). Die durchgehende Raumluftmessung erstreckte sich über 70 Stunden und 45 Minuten, mit Messungen alle 16.5 Minuten. Zuvor wurde der Raum für 30 Minuten bei geschlossener Tür gelüftet. Die ersten 4 Messungen erfolgten mit offenem, die darauffolgenden bei geschlossenem Fenster. Ergebnisse Aus 257 Raumluftmessfiles wurden 32 Peaks zur Verlaufsanalyse gewählt. Die Intensität während des Lüftens war sehr gering. Nach Schließen des Fensters kam es zu einem deutlichen Anstieg der Signal-Intensitäten, exemplarisch bei Peak RL9 von initial ca. 0,025 V auf knapp über 0,20 V. Die Peak-Intensität zu üblichen Messzeiten zwischen 7 : 45 und 8 : 30 h lag ohne Lüften bei 0.17 V gegenüber 0.025 V nach Lüften. Weiterhin zeigte sich eine Periodizität der Peak-Intensität mit Maxima um 18 : 00 h und Minima um 6 h ± 2 Stunden. Diskussion Die Ergebnisse zeigen, dass das Lüften eines Raumes einen wesentlichen Einfluss auf Raumluftanalyten hat. Insbesondere wenn die VOCs in der normalen Ausatemluft eines Patienten vorkommen, ist bei überlicherweise morgendlich durchgeführten Messungen eine vorherige standardisierte Lüftung des Untersuchungsraumes erforderlich, um bei Bestimmung alveolarer Gradienten nicht fälschlicherweise einen negativen Wert zu berechnen. Bei ausbleibender oder unregelmäßiger Lüftung ist mit zirkadianen Analytintensitätsschwankungen zu rechnen. Schlussfolgerung Morgendliche Patientenmessungen sollten nur nach vorheriger Lüftung des Raumes erfolgen. Zusätzliche Messung der Raumluft sind zu empfehlen. Zirkadiane Schwankungen von Analytintensitäten bei unzureichender Lüftung müssen bei der Befundinterpretation berücksichtigt werden, sodass Verlaufsmessungen immer zu gleichen Zeitpunkten erfolgen sollten.
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- Titre Crossref
- Intensitätsschwankungen von VOCs in der Raumluft. Ergebnisse von Zeitreihenanalysen im Rahmen der Ausatemluftmessung mittels Ionenmobilitätsspektrometrie (MCC/IMS)
- Date Crossref
- 19/02/2019
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- proceedings-article
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