Vaginalkarzinom in der Schwangerschaft
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Hintergrund: Vaginalkarzinome sind bei Frauen im reproduktiven Alter selten. Schwangerschafts-assoziierte Vaginalkarzinome sind extreme Einzelfälle. Das Management dieser Erkrankung in der Schwangerschaft stellt eine interdisziplinäre Herausforderung dar. Fall: Wir berichten über eine 41-j. 3Gravida 2Para, bei der in der 28/4 SSW ein Vaginalkarzinom im unteren Vaginaldrittel diagnostiziert wurde. Die Patn. litt seit ca. 8 Wochen zunehmend únter Stuhlgangsproblemen. Durch Biopsie war ein mäßig differenziertes Plattenepithelkarzinom histologisch gesichert worden. Palpatorisch war der Tumor zum Zeitpunkt der stat. Aufnahme tomatengroß im Spatium rectovaginale palpabel. Es bestand der V.a. auf Infiltration des M. sphincter ani. In der Sonografie und im MRT stellte sich der Tumor ca. 4 × 5x7 cm groß dar. Fernmetastasen waren nicht verifizierbar. Im interdisziplinären Konsil unter Einbeziehung der Gynäkologie und Geburtsmedizin, Neonatologie, Chirurgie, Radiologie, Psychosomatik wurde ein zweizeitiges Vorgehen mit primärer Sectio caesarea in der 32/0 SSW mit zeitgleichem pelvinem/inguinalem Staging und sekundärer gynäkologisch/chirurgischer Versorgung des Lokalbefundes vereinbart. Die adjuvante systemische Therapie erfolgt in Abhängigkeit vom Staging/Histolgie und chirurgischem Vorgehen. Schlussfolgerung: Die Komplexität einer Karzinomerkrankung in der Schwangerschaft erfordert in jedem Einzelfall ein individuelles interdisziplinäres Management. Die Seltenheit eines Vaginalkarzinoms in der Schwangerschaft verbunden mit einer potentiell ungünstigen Prognose ermöglicht wenig Orientierung an Vergleichsfällen. Die Patn. profitiert in Diagnostik und therapeutischem Vorgehen von der Aufnahme in einem spezialisiertem Zentrum mit ausgewiesenem perinatologischem und onkologischem Schwerpunkt.
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Le contrôle bibliographique ouvert
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- Titre Crossref
- Vaginalkarzinom in der Schwangerschaft
- Date Crossref
- 12/11/2013
- Éditeur
- Georg Thieme Verlag KG
- Type
- journal-article
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