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2005 article

Phase-II-Studie zur kombinierten Exemestan- und Goserelin-Adjuvanz-Therapie mit und ohne Tibolon bei prämenopausalen Frauen mit rezeptorpositivem und nodal-negativem Mammakarzinom: ADAGIO-Studie

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Fragestellung: Goserelin unterdrückt über den Umweg der Blockierung der hypophysären Gonadotropin-Synthese die ovarielle Steroidproduktion, ist aber nicht in der Lage, die periphere Steroidproduktion zu inhibieren. Der Aromatase-Inaktivator Exemestan führt dagegen sowohl peripher als auch in den gonadalen Synthesestätten zu einem optimalen Abfall der Estrogen-Spiegel. Somit müsste die Kombination von Goserelin und Exemestan in der adjuvanten Therapie des primären Mammakarzinoms bei prämenopausalen Patientinnen zur Optimierung des Therapieergebnisses führen. Die zu erwartende klimakterische Symptomatik unter diesem Therapieregime kann möglicherweise durch Zusatz von Tibolon als Additivum gemildert werden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Risiko und die Tolerabilität einer solchen Medikamentenkombination aus Goserelin und Exemestan mit und ohne Tibolon zu überprüfen. Material und Methoden: Es handelt sich um eine offene, randomisierte, multizentrische ADAGIO ( Ad juvante A romasin- Go serelin Studie)-Pilotstudie, Dauer 24 Wochen. 48 prämenopausale Patientinnen (Alter 35 - 55 Jahre) mit histologisch gesichertem, rezeptorpositivem Mammakarzinom mit niedrigem Risiko (pT1, N0, M0 [Grading 1 - 2]) wurden in die Studie aufgenommen. Die Patientinnen wurden in vier Therapiearme randomisiert: Goserelin, 3,6 mg Depot, s.c. alle 28 Tage; Goserelin plus Exemestan oral, 25 mg täglich; Goserelin plus Tibolon 2,5 mg oral, täglich; Goserelin plus Exemestan plus Tibolon. Ergebnisse: In allen vier Therapiearmen kam es zu einem rapiden Abfall der Serumspiegel für Estradiol, Estron und Estronsulfat auf postmenopausale Werte; LH und FSH wurden ebenfalls supprimiert. Die Differenzen zwischen den Therapiegruppen waren nicht signifikant. Die klimakterischen Symptome nahmen an Intensität über den Behandlungszeitraum zu. Die Patientinnen, die Tibolon als Zusatztherapie erhielten, wiesen signifikant weniger Hitzewallungen (p < 0,01), Schlafstörungen (p < 0,05), Libidoverlust (p < 0,01) und vaginale Trockenheit (p < 0,05) auf. Die Kombination Goserelin/Exemestan reduzierte die Knochendichte nicht mehr als Goserelin allein. Es wurde aber ein Trend hin zu einem protektiven Effekt auf die Knochendichte bei Zusatz von Tibolon beobachtet. Signifikante Differenzen hinsichtlich unerwünschter Nebenwirkungen im Vergleich aller vier Therapiearme waren nicht zu verifizieren. Schlussfolgerung: Die kombinierte Therapie von Goserelin und Exemestan ist so sicher und gut tolerabel wie die Standardtherapie mit Goserelin allein. Das Additivum Tibolon reduziert signifikant eine Reihe durch die Therapie induzierter klimakterischer Symptome und scheint positiven Einfluss auf die Knochendichte zu nehmen.

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Titre Crossref
Phase-II-Studie zur kombinierten Exemestan- und Goserelin-Adjuvanz-Therapie mit und ohne Tibolon bei prämenopausalen Frauen mit rezeptorpositivem und nodal-negativem Mammakarzinom: ADAGIO-Studie
Date Crossref
01/06/2005
Éditeur
Georg Thieme Verlag KG
Type
journal-article

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